13-Tage Panama Rundfahrt

13-Tage Panama Rundfahrt

Eine dreidimensional Landkarte von Panama

Heutzutage gibt es nur noch wenige reizvolle Länder, die nicht von Urlaubern überschwemmt sind, keine touristisch maßgeschneiderten künstlichen Welten haben, und nicht vom Tourismuskommerz und -konsum geprägt werden. Panama ist eines davon. Diese Tatsache und die Schönheiten Panamas machen es zu einem der letzten Paradiese auf der Erde-zu einem jungfräulichen Land in jeder Hinsicht.

Auf unserem Weg nach Panama City und dem Panamakanal werden wir neben diesen Reisezielen, viele ungeahnte Schönheiten kennenlernen. Da sind viele palmengesäumte und menschenleere Strände, deren Farben von Weiß bis Schwarz variieren, mehr Inseln, als das Jahr Tage zählt, ehrwürdige historische Stätten und Natur pur in Hülle und Fülle.

Wir werden auf unserer Motorradtour den abrupten Wechsel der Landschaften und der Temperaturen hautnah erleben. In kürzesten Zeitabständen und im ständigen Wechsel durchqueren wir subalpine Zonen auf 3,000 Höhenmetern, immergrüne Regenwälder, Trockenwälder, Savannen- und Mangrovenlandschaften.

 

1. Tag:

Wir starten früh für einen langen Fahrtag. Von San José fahren wir über die Pan-Amerikana südlich nach Boquete. Von 1.100 Höhenmeter in San José windet sich die gut asphaltierte Straße hoch zum Cerro de la Muerte, dem „Todespass“. Die Route führt uns über die Bergkämme der Cordillera de Talamanca auf 3.500 Metern Höhe. Manchmal haben wir einen Blick wie aus der Flugzeugperspektive, und mit etwas Glück können wir sowohl die pazifische, als auch die atlantische Küstenlinie sehen.

Nach San Isidro de General, folgt unsere Route dem Rio Grande General, dem größten und längsten Fluss Costa Ricas. Beidseitig der Straße erstrecken sich riesige Zuckerrohr- und Ananasplantagen. Bei Buenos Aires verlassen wir die Pan-Amerikana und fahren über eine kurvige Bergstraße in Richtung Süden nach San Vito, einem Städtchen in dem sich viele italienische Einwanderer niedergelassen haben. Hier werden wir Mittagessen und dann zum Grenzposten nach Sabalito weiterfahren.

Zuerst müssen wir mit unseren Papieren die Ausreise aus Costa Rica beantragen, und werden dann, 100 Meter südlich, die Einreise nach Panama organisieren.

Über abwechslungsreiche Landstraßen fahren wir in Richtung Osten, unserem Tagesziel Boquete entgegen, einem angenehmen Ort an den Hängen des Vulkans Baru. Nach einer sehr langen Fahrt lassen wir unseren ersten Tag in einem netten Restaurant ausklingen.

Ein Stück Landstraße ohne Verkehr unter einem blauen Himmel

 

2. Tag:

In Boquete werden wir die Affenschlucht und einen Wasserfall besuchen. Am frühen Vormittag dann Weiterfahrt zur Rumfabrik Carta Vieja. Hier werden wir bei einem 40-minütigen Rundgang die Rumherstellung erklärt bekommen. Am Nachmittag Weiterfahrt auf der Pan-Amerikana zu unserem Tagesziel Playa Las Lajas.

Uns erwartet ein breiter, dunkler, feinsandiger schier endloser Strand, der zu den schönsten Stränden am Pazifischen Ozean gehört. Nach Ankunft in unserem Hotel gibt es die Möglichkeit den Rest des Tages im Las Lajas Beach Resort zu verbringen, oder noch mit dem Motorrad das Gebiet der Guaymi Indianer zu besuchen.

Eine Wiese im Frühmorgennebel

 

3. Tag:

Unser heutiges Tagesziel ist das kleine Fischerdorf Santa Catalina auf der Halbinsel Sona am Golf de Montijo. Es ist ein Geheimtipp für Surfer und hat einige nette Hotels und Restaurants.

Nach etwa 20 km auf der Pan-Amerikana, verlassen wir die Autobahn und biegen bei der kleinen Ortschaft Las Lajas de Tole Richtung Süden ab. Auf der gut ausgebauten kurvigen Landstraße können wir sowohl flachere Küstenabschnitte und kurvenreiche Inlandsstrecken genießen. Die Vegetation ist noch sehr Grün und dicht, bis sich die Landschaft südlich der kleinen Stadt Sona dann öffnet und mehr und mehr von großen Viehweiden geprägt wird. Im Verlauf der nächsten 30 km verändern sich die Landschaftsfarben von Grün in allen Schattierungen zu Braun und Gelbtönen der Savannenlandschaft.

Am frühen Nachmittag erreichen wir das strom- und telefonlose Fischerdorf Armadero. Das ganze Dorf besteht aus Holzhäusern mit Palmendächern. Wir haben die Möglichkeit an diesem ruhigen Strand zu baden oder einfach auszuruhen. Vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir zur anderen Seite der Bucht zu unserem Tagesziel Santa Catalina.

Eine schmale alte Stahlbrücke über einen Fluss mit wenig Wasser

 

4. Tag:

Wir haben einen langen und abwechslungsreichen Tag vor uns, deshalb werden wir recht früh zur Halbinsel Azuero aufbrechen. Wir bewegen unsere Motorräder auf der gleichen Strecke bis Sona, und manövrieren über holprige Asphaltpisten zur Westküste der Halbinsel.

Auf einer gut ausgebauten und interessanten Asphaltstraße fahren wir in südlicher Richtung bis zum Örtchen Puerto Tebrario. Wir verlassen die gut ausgebaute Straße und dirigieren unser Maschinen durch das Waldschutzgebiet El Montuoso ostwärts zu der kleinen Ortschaft Las Minas. In Minas wechseln wir die Fahrtrichtung gen Süden und steuern unsere Bikes auf einer neuen Bergstraße auf unser Tagesziel zu.

Von den höheren Gipfeln haben wir atemberaubende Aussichten auf das Meer und die inländischen Hügelketten. Bei Alto de Guera hat der Rio Guera bizarre Felsformationen ausgeschliffen. Es entstanden natürliche Wasserbecken, die wir für ein erfrischendes Bad benutzen können. Immer wieder sehen wir entlang unserer Fahrstrecke liebevoll erhaltene Kolonialhäuschen. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel Playa Cambutal.

Goldener Sonnenuntergang an einem Strand

 

5. Tag:

Wir verlassen den südlichsten Punkt Panamas und fahren auf einer gut ausgebauten Landstraße unser Tagesziel El Valle an. Wieder erleben wir diesen extremen Klimawechsel auf kürzesten Entfernungen.

Gelbbraune Savannenlandschaften wechseln sich mehrmals mit saftig grünen Wäldern ab. Wir durchfahren heute ein Gebiet, welches auch als die Wiege der panamaischen Kultur genannt wird. Viele Häuser im Kolonialstiel, Haziendas und die typischen Kolonialhäuschen mit Lehmmauern und Rundziegeln. Viele ältere Männer tragen den Panamahut. Rinderzucht scheint hier die Lebensgrundlage zu sein. Junge Cowboys üben im Pferch ihre Arbeit. Die Menschen dieser Region bewegen sich stolz.

Welch ein Unterschied zu unserem Tagesziel El Valle. Auf der Halbinsel Tagestemperaturen von 35 °C, in El Valle angenehme 20 °C. Hier die Kolonial- und Cowboykultur, in El Valle die Ausruhzonen der reichen Geschäftsleute aus Panama City. Trotzdem ist unser Tagesziel ein angenehmer Ort. Hochlandvegetation, Thermalbäder, gute Restaurants, Kolibris, Schmetterlinge und Orchideenzucht. Leider haben wir nicht genügend Zeit um alles zu sehen, was El Valle bietet.

Sowohl in der ersten Tageshälfte als auch am Nachmittag haben wir erhebliche Mengen an Kurven und Steigungen auf unserer Tagesstrecke. Lediglich auf der kurzen Strecke auf der Pan-Amerikana haben wir da etwas weniger Vergnügen. Mit jedem Höhenmeter, den wir uns die Bergstrecke hochschrauben, wird die Vegetation grüner.

Ortseingangsschild von Cambutal

 

6. Tag:

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Wir passieren auf einem relativ sanften Lehmweg die Landenge von Panama.

Nach etwa 3 Stunden abwechslungsreicher Fahrt durch Sekundärwald und Viehweiden erreichen wir die Nordseite des Gatun Stausees. Dieser 430 km² große und 26 Meter über dem Meeresspiegel liegende Stausee bildet mit seiner 16 m tiefen Fahrrinne den Großteil des Panamakanals. Mit der Inbetriebnahme der neuen Schleusen können Containerschiffe mit bis 15.000 Containern diesen Kanal passieren. Die Streckenverkürzung für Schiffe beträgt etwa 13.000 km. Die Kulturlandschaft besteht aus Regenwald. Für jede Durchfahrt werden ca. 600.000&nbsp:m³ Süßwasser benötigt. Nur großflächige Waldgebiete garantieren, dass auch im Sommer genügend Wasser zur Verfügung steht.

Auf der verkehrsarmen asphaltierten Uferstraße bietet sich uns ein atemberaubender Blick über den See. Je nach Höhenlage können wir die Schiffe in der Fahrrinne sehen. Ein weiterer besonderer Moment an diesem Tag ist die Überquerung des Kanals auf zwei 40 Meter langen Klappbrücken. Nach ein paar Kilometern erreichen wir die 3-stufigen Gatun Schleusen. Hier können wir das Heben oder Senken der riesigen Containerschiffe beobachten.

Am frühen Nachmittag überqueren wir die Brücken ein zweites Mal, und fahren zu unserem Hotel am Jachthafen.

Ein Containerauflieger mit Werbung für Atlas Bier an der Seitenwand

 

7. Tag:

Nach dem Frühstück erkunden wir zwei große Militäranlagen. Auf unserem Weg passieren wir einen panamaischen Checkpoint. Dahinter befindet sich das von den Amerikanern aufgegebene Fort Sherman, ein tropisches Dschungel Trainingszentrum. Es diente zur Ausbildung von Spezialeinheiten für den Dschungelkampf.

Wir fahren auf einer Schotterstraße 10 km durch dichtesten Regenwald zum Fort San Lorenzo, ein spanisches Fort aus dem 17. Jahrhundert. Die schweren Kanonen sind heute noch auf das Meer gerichtet. Vom Fort haben wir einen fantastischen Blick auf die Mündung des Rio Chagres, über das kaum berührte Pflanzenmeer und das türkisfarbene Wasser der karibischen See.

Vor Sonnenuntergang queren wir zum zweiten Mal den Isthmus. Auf der neuen Autobahn überqueren wir in weniger als 2 Stunden den mittelamerikanischen Kontinent.

Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir das kulturelle, politische und ökonomische Zentrum des Landes: Ciudad de Panamá. Die hinreißende Mischung aus schicken Villen, Wolkenkratzern, grünen Hügeln, baumgesäumten Straßen, Ozeanriesen und Luxusjachten wird uns alle überraschen, ebenso wie die Ausmaße der Stadt.

Die Ruinen des altertümlichen Fort Portobelo

 

8. Tag:

Am Morgen bleiben die Motorräder auf dem Parkplatz und es geht zu Fuß in die Altstadt (Casco Viejo) und das moderne Viertel von Panama City.

Am Nachmittag fahren wir mit den Motorrädern entlang der Kanalzone zu dem verschlafenen Ort Gamboa, einem ehemaligen Wohnviertel der amerikanischen Kanalverwaltung. Über einen künstlich angelegten Damm erkunden wir die kleinen Inseln Naos, Culebra, Perico und Flamenco.

Hier ist es durch die ständige Brise wesentlich angenehmer als in der superheißen Innenstadt. Bei Sonnenuntergang liegt hier die ganze Stadt im Abendlicht vor uns.

Ein Containerschiff fährt in eine Schleuse ein

 

9. Tag:

Nach einer kurzen Nacht machen wir uns auf die Rückreise nach Costa Rica. Es ist eine unspektakuläre Fahrt über die Pan-Amerikana. Aber die Besuche des Strandes Playa Blanca und des Deposito de Chatarra sorgen für Entspannung und Staunen.

Sofern wir gut in der Zeit liegen, erkunden wir noch das Bergland um Santiago bei einem Besuch verschiedener Dörfer der Hochlandindianer.

Ein Motorrad parkt vor einem Gewässer mit der Skyline von Panama Stadt in einiger Entfernung

 

10. bis 12. Tag:

Zum dritten Mal durchqueren wir den Kontinent. Diesmal über den Boca del Diablo („Teufels Mund“) Pass.

Über den Bergkamm mit extremer Schräglage durchschlingern wir diesen Streckenabschnitt in 1.500 Metern Höhe. Sobald wir dieser Abschnitt überquert haben, liegen die riesigen jungfräulichen Nebel- und Bergwälder vor unseren Augen. Wir werden Dutzende 180° Kurven durchfahren, teilweise sind auch 270° Kurven zu erleben. Am Fortuna-Stausee ergibt sich die Möglichkeit, eine Kaffeepause in frischer Bergluft zu genießen.

Die Temperatur steigt ständig, je näher wir der karibischen Küste kommen. In Chiriqui Grande biegen wir nach Norden ab, weitere 60 km kurvenreiche Küstenstraße liegen vor uns. Links und rechts erstreckt sich der Küstenregenwald mit gigantischen Baumriesen. Vereinzelt sehen wir sehr einfache Indianersiedlungen.

In Almirante stellen wir unsere Motorräder ab, und wechseln in ein Taxi Boot. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel die Hauptinsel Colon. Hier erwartet uns ein wahrhaftiger Farbenrausch. Die Hauser sind liebevoll restauriert und in karibischen Bonbonfarben gestrichen und das Meer zeigt alle Farbschattierungen von Hellgrün bis Dunkelblau. Hier werden wir die nächsten 2 Tage verbringen und uns von den langen Fahrabschnitten erholen.

Zwei bunte zweistöckige Häuser an einer ruhigen Straße

 

13. Tag:

Früher Aufbruch nach San José, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Über die Küstenstraße erreichen wir Sixaola den karibischen Grenzübergang. Nachdem wir uns in Panama abgemeldet und in Costa Rica angemeldet haben, dürfen wir die neue Grenzbrücke überqueren.

Entlang unüberschaubar großer Bananen- und Ananasplantagen durchqueren wir die costa-ricanische Karibik. Die Landschaft wird dominiert von riesigen Monokulturen. Erst bei Guapiles ändert sich das Landschaftsbild wieder. Die Carretera 32 durchschneidet zwar den Braulio Carillio Nationalpark, trotzdem erscheinen uns die zwei Teilhälften sehr ursprünglich und unberührt. Es wird merklich kühler und beim Passieren der Kontinentalscheide sollten wir alle unsere Jacken griffbereit haben.

Eine Gruppe von Männern steht in einem seichten Gewässer und hält eine Panama Fahne

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